San Andres

Eine Woche Karibikinsel San Andres zur Entspannung bevor es in die letzte Etappe meiner Reise geht. Das war der Plan. Denn der Flug nach Düsseldorf ist gebucht. Am 16.03. lande ich wieder in Deutschland, obwohl ich nicht weiß, ob ich das bei der aktuellen politischen Lage in Europa wirklich will.

Ganz entspannt ging es dann aber nicht los. Ich sitze am Flughafen in Cartagena und warte auf meinen Flug. Zum Zeitpunkt des offiziellen Boardingbeginns dann die Info: Der Flug verspätet sich um zwei Stunden. Ich warte also noch ein wenig, während mir mein Handy mir sagt, dass ich mein Internetzeitraum abgelaufen ist und ich eine Aufladung vornehmen muss. Dann startet endlich das Boarding. Hinter der Ticketkontrolle dann das nächste Chaos. Welchen Leuten muss ich folgen? Mehre Schlangen haben sich für unterschiedliche Flüge gebildet. Fast nehme ich den falschen Abzweig, schaffe es aber schließlich zum Rollfeld. Dort werden alle Reisenden nach San Andres nochmal von der Polizei abgetastet. Was auch immer ich seit der Sicherheitskontrolle besorgt haben soll, das ich in der Hosentasche und nicht im Rucksack habe? Dann geht es gefühlt über den ganzen Flughafen, während uns auf dem gleichen Weg Passagiere aus anderen Fliegern entgegen kommen. Plötzlich kommt ein Flieger angerast und hebt keine fünfzig Meter von mir entfernt ab. Unser Flieger ist der letzte in der Reihe und steht tatsächlich direkt neben der Startbahn. Beim Einsteigen wird dann das Ticket nochmal kontrolliert. Ich hätte gefühlt auch überall ankommen können.

Endlich starten wir und landen zwei Stunden später gegen Mitternacht auf der Insel. Ich laufe zum Hostel in der Nähe des Flughafens. Auf mein Klopfen wird allerdings nicht reagiert. Ich bin offenbar zu spät. Und mein Internet-Volumen ist ja leider aufgebraucht. Also kein Kontakt hergestellt…

Ich begebe mich stattdessen zur Strandpromenade und setze mich auf eine Parkbank. Von 1 bis 6 Uhr verweile ich dort, beobachte Sterne und Meer und Leute, die um vier Uhr nachts Joggen gehen? Und die Security, die jede Stunde hier entlang kommt.

Dann begebe ich mich zurück zum Flughafen. Denn ich will eigentlich einen Flieger nach Providencia nehmen. Das wird mir allerdings verwehrt, da der Flughafen in Providencia offenbar nicht für Personenverkehr geöffnet ist. Den spanischen Hinweis, dass ich eine Sondergenehmigung benötige, habe ich bei der Buchung des Fluges offenbar nicht verstanden.

Ich nutze das WLAN des Flughafens, um spontan ein Hostel für die nächsten Nächte zu finden, nehme einen Bus für die zwölf Kilometer zur anderen Seite der Insel und checke ein. Da das Zimmer noch nicht so weit ist, schlafe ich erstmal zwei Stunden in der Hängematte.

Der Rest meines Aufenthaltes ist dann aber sehr entspannend. Türkisblaues Meer, Pool, Cocktails. Ich verbringe drei Tage auf dieser Seite der Insel und vier Tage im Zentrum. Einen Tag gehe ich Tauchen, wobei ich das kaum als Tauchen bezeichnen würde, da die Tiefe keine zehn Meter beträgt, es nicht wirklich viel zu sehen gibt und das alles auch problemlos mit Schnorcheln möglich gewesen.

Auch das Parasailing, sich von einem Boot an einem Schirm in die Luft ziehen lassen, überzeugt mich, verglichen mit Paragliding, nicht wirklich.

Die Strände sind aber super, wenn teilweise auch etwas voll. Es gibt kleine Inseln, zu denen man durch 1,5 Meter tiefes Wasser hinwaten kann und andere, zu denen man ein Boot nehmen kann. Eine ganze Woche verbringe ich damit, einfach mal kaum etwas zu tun.

Nur einen Tag begebe ich mich zur Lagune im Zentrum der Insel, wo es ein paar zahme und gut trainierte Kaimane gibt.

Insgesamt muss ich sagen, dass es auf der Insel nicht übermäßig viel zu tun gibt, aber das Meer schon das Schönste ist, dass ich auf der Reise hatte. Es war eine gute Woche.

Heute geht es zurück zum Festland, wo ich die letzten beiden Wochen verbringe.

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