Das Inland von Honduras

Von der Hauptstadt, Tegucigalpa, habe ich mich auf den Weg zum Wirtschaftszentrum San Pedro Sula im Norden gemacht, mit ein paar Zwischenstopps. Die Fahrt führte durch bergiges Land zwischen 100 und 1200 Höhenmetern und je nach Fahrstil des Busfahrers wurde in den Serpentinen auch nach Tüten gefragt.

Der erste war Comayagua, eine Kleinstadt mit Kolonialbauten. Ganz nett, aber hatte mir ein wenig mehr von der Stadt erwartet. In zwei Stunden hatte ich alles erkundet und mich den Rest des Tages entspannt, da es so warm war. Ich hätte auch am gleichen Tag weiterfahren können, hatte aber schon eine Unterkunft gebucht, da ich nicht mit komplettem Gepäck durch die Stadt laufen wollte.

Am nächsten Tag dann die nächsten Kleinstadt, Siguatepeque. Hier konnte ich die Überreste des Festivals der Blumen bewundern, das ich am Tag zuvor verpasst habe, weil ich nicht noch weiter gefahren bin. Viele Geschäfte und Hotels hatten ihre Häuser mit Blumen dekoriert und auf dem Hauptplatz des Ortes waren weitere gesponserte Blumenkunstwerke zu sehen.

Auch hier war ich in weniger als zwei Stunden durch und verweilte dann den Rest des Tages mit Kaffee und Eis und gutem Essen.

Der nächste Stopp war der Lago de Yojoa, der größte See des Landes, genauer gesagt das kleine entspannte Dörfchen Los Naranjos. Zweimal musste ich umsteigen, um dorthin zu gelangen, aber auf der anderen Seite des Sees an der Hauptstraße hätte es nur überteuerte Hotels und sonst nichts gegeben.

Untergekommen bin ich in der D&D Brauerei, der Mikrobrauerei des Ortes. Mein Favorit dort war das Himbeerbier. Und ich habe fünf der sechs Biere ausprobiert. Nur nach Kaffee-Bier war mir nicht.

Los Naranjos hat einen kleinen Berg, von dem man einen guten Überblick über den See und die umliegenden Ortschaften hat. Die 250 Höhenmeter sind auch zügig in einer Stunde machbar, da der Aufstieg sehr direkt ist.

Außerdem hat der Ort einen „Park“, eher ein Sandweg, in dem man entlang des Flusses bis zum See laufen kann. Der Parkbereich mit Vogelbeobachtungsturm und Archäologiemuseum war allerdings geschlossen. Keine Ahnung, ob aufgrund der Pandemie, der Regenzeit oder ob gerade Brützeit irgendwelcher Vögel ist.

Oder man fährt einfach mit dem Kayak auf Fluss und See, von wo aus sich auch diverse Vogelarten entdecken lassen.

Nicht Übersehen sollte man den flussaufwärts gelegenen Biopark „Paradise“, der viele schöne Wanderwege und Aussichten bietet. Ich bin hier circa drei Stunden unterwegs gewesen, um alle Ecken zu erkunden. Wirklich toll!

Gestern bin ich dann von Los Naranjos nach San Pedro Sula gefahren mit einem Zwischenstopp an den Pulhapanzak-Wasserfällen. Diese sind sehr schön, aber ob sich dort ein Halt lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Übernachten würde ich da aber nicht, da es außer diesen nicht wirklich etwas in der Gegend gibt. Selbst der Ort ist sehr überschaubar. Und so ging es mit komplettem Gepäck zum Wasserfall und wieder zurück zum Bus.

In San Pedro Sula reicht definitiv eine Nacht. Es ist einfach nur eine nicht gerade schöne Großstadt. Einzig die Kathedrale war ansehnlich. Und so geht es heute weiter nach La Ceiba, an die Karibikküste, von wo aus auch die Fähren auf die Insel fahren.

Mehr Fotos gibt es übrigens in Instagram unter https://instagram.com/gabriel_on_tour

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