Managua und Tegucigalpa

Die Hauptstädte Nicaraguas und Honduras‘ benötigen beide nicht wirklich viel Zeit. In Ersterer habe ich drei Nächte verbracht, in Zweiterer zwei Nächte. Nach meiner Ankunft in Managua habe ich mich direkt um ein Busticket nach Tegucigalpa gekümmert und erfahren, dass der Bus im Moment nur donnerstags fährt.

Am kommenden Tag wurde dann das Einreiseformular für Honduras online ausgefüllt und danach der Covid-Test gemacht. Für Honduras hätte ein Antigentest gereicht, aber den gibt’s in Nicaragua nicht. Also ein PCR für satte 150 Dollar, den es in zwei Laboratorien gibt. Dementsprechend überfüllt war der Ort. Datenzettel ausfüllen, Kassenschlange, Warten zum Testaufruf. Zwei Stunden habe ich dort zugebracht, wo jeden Vormittag ca. 400 Tests durchgeführt werden.

Den Nachmittag habe ich mir dann die Altstadt mit Kathedrale und Nationalpalast angeschaut. Beide haben das letzte große Erdbeben überstanden, die Kathedrale (siehe Titelbild) allerdings mit einigen Rissen und ist seitdem nicht mehr zu betreten. Der Palast enthält das Nationalmuseum, das sich durchaus lohnt.

Danach habe ich noch den Hafen aufgesucht, der auf der einen Seite mit netten Restaurants und Sitzecken, auf der anderen Seite mit Miniaturgebäuden vermutlich der schönste Ort der Stadt ist.

Die Fahrt nach Honduras startete 5 Uhr. Das hieß sehr frühes Aufstehen, um 4 Uhr zum Check-in am Bahnhof zu sein. Die Fahrt war ereignislos bis wir zur Grenze kamen. Zwei Stunden dauerte der Grenzaufenthalt auf der Seite Nicaraguas mit Anstehen, Passkontrolle und Gepäckdurchleuchtung. Nicaragua ist wahrscheinlich so ziemlich das einzige Land, beim dem an den Landesgrenzen sämtliches Gepäck auf Band gelegt werden muss und durchleuchtet wird, bei Ein- und Ausreise. Andererseits sind in der Diktatur dort auch einige Dinge verboten und werden bei der Einreise ggf. konfisziert. Dronen zum Beispiel!

Auf Seiten Honduras ging es allerdings nicht wirklich schneller. Covid-Test-Kontrolle, Temperaturmessung, Anstehen und Einreise. Da ich mich im C4-Staatengebiet befinde, habe ich auch an dieser Grenze keinen Stempel bekommen, im Gegensatz zu Guatemala diesmal auch keinen Ausreisestempel. Das System soll mal einer verstehen.

Meine Sitznachbarin im Bus ist leider abhanden gekommen, wodurch sich die Abfahrt weiter verzögerte. Nach zwanzig Minuten ist sie aber wieder aufgetaucht und hat ihre Sachen aus dem Bus geholt. Sie durfte wohl aus irgendeinem Grund nicht einreisen. Den Rest der Fahrt hatte ich dann entsprechend mehr Platz. Dann den nächsten Kleinbus in die Innerstadt und nach 13 Stunden um 17 Uhr endlich im Hostel angekommen.

In der Innenstadt von Tegucigalpa gibt es außer der Kathedrale nicht wirklich viel zu sehen. Museen sind wegen Covid komplett geschlossen. Und auch die meisten Geschäfte sind dicht, wobei ich nicht weiß, ob dies an der Pandemie oder am Feiertag lag. Nur Supermärkte, Kleidungsgeschäfte und Restaurants waren geöffnet.

Der schönste Punkt der Stadt ist wohl Eco Park, ein zentral gelegener Hügel, von dem man einen sehr guten Ausblick über die Stadt hat und verweilen kann.

Ein Tag dort hat aber gereicht und so bin ich froh, dass es heute mit dem Bus weiter nach Norden geht.

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