11 Tage abseits der Massen

Massentourismus ist es im Moment in Nicaragua sowieso nicht, aber in den letzten 11 Tagen habe ich keinen einzigen anderen Touristen gesehen. Anderes aber schon!

Im war im Norden des Landes unterwegs, Somoto, Estelí, Matagalpa. Unterkunftspreise das Dreifache, da es kaum Hostels mit Schlafsälen, sondern nur ein paar Hotels gibt. Die Restaurants waren dafür günstiger, aber meist auch nur ein wenig.

Besonders gut hat mir die Tour durch den Somoto-Canyon gefallen. Hierfür entfielt sich definitiv ein Guide, da dieser weiß, wo das Wasser wie tief ist, wie stark die Stromschnellen sind und der im Zweifelsfall Hilfe holen kann. Denn an vielen Stellen ist der Canyon nur im Wasser zu durchqueren, da zu beiden Seiten 50 Meter hohe Felswände emporragen. Und dann heißt es Schwimmen und sich auch Stromschnellen treiben zu lassen, die, wenn das Wasser höher stände, zum Rafting geeignet gewesen wären.

So musste ich nur aufpassen, dass meine Beine nirgendwo hängen bleiben und ich mich unbeabsichtigt drehe und dass ich mit dem Rücken nicht zu stark aufschlage. Oft bin ich auf den Steinen hängen geblieben, aber ich habe insgesamt nur einen Kratzer davongetragen. Alles in allem bestand die Tour aus ca. 30% Wandern, 20% durchs Wasser waten, 40% Schwimmen, 5% Klettern und Springen und 5% Bötchen fahren.

In Estelí habe ich mir dann den nahegelegenen Wasserfall angeschaut und ein Stückchen weiter verschiedene Aussichtspunkte auf die Berglandschaft genossen, inklusive Agaven, die deutlich größer waren als ich selbst. Die Stadt selbst fand ich jetzt nicht so sehenswert.

Matagalpa ist ein kleines Städtchen mit einem tollen Aussichtspunkt, der gerade in der Abenddämmerung zum Verweilen einlädt. Generell ist der Norden recht hügelig und die meisten Städte sind komplett von Bergen umgeben, was die Straßen mit Moped zu befahren, recht interessant macht, sofern der Wind nicht zu stark ist.

Ein paar Kilometer vor der Stadt liegt der Selva negra (übersetzt Schwarzwald), wobei es sich um ein kleines privates Naturschutzgebiet handelt, in dem man Wandern kann. Ca. drei Stunden habe ich für die große Runde gebraucht, wobei der Weg ziemlich anstrengend war, da es sehr matschig war und man gerade bergab häufig ins Rutschen geraten ist. Ich habe mich nicht nur einmal hingelegt. 🤷

Den Eintrittspreis von rund fünf Euro kann man dann als Gutschein im Restaurant einlösen, wo man unter anderem Bratwurst mit Kartoffelsalat und Sauerkraut bekommen kann. Außerdem liegt es direkt am See mit Ausblick auf die Fachwerkhäuser, die als Hotel dienen.

Die nahegelegene Stadt Jinotega lohnt sich für einen Tagesausflug. Es gibt einige schöne Häuschen und in der Umgebung lässt es sich gut Wandern.

Aufgrund einiger doch sehr regnerischer Tage habe ich aber auch sehr viel Zeit einfach im Hotelzimmer verbracht.

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