Drake Bay

Drake Bay ist ein Küstenstreifen auf der Halbinsel Osa im Süden Costa Ricas. Der Ort ist nur über unwegsame Straßen zu erreichen. Die bessere Alternative ist das Boot, das zweimal täglich von Sierpe fährt, einem kleinen Ort, der auch nur sporadisch von einem Bus angefahren.

Boote fahren offiziell um 11:30 und 15:30 und sollte vorangemeldet werden. Da der Bus 80 Minuten Verspätung hatte, war das Boot nicht zu erreichen und ich machte mir bereits Gedanken, ob es eine alternative Möglichkeit gab, aber es wartete ein Tourguide am Hafen, der für die 42 Leute für 16:30 noch drei Boote organisierte, sodass wir glücklicherweise noch an dem gleichen Tag übersetzen konnten.

Die Überfahrt dauert eine Stunde und kostet 20 Dollar. Dafür fährt man durch Flüsse, umgeben von Mangroven und Palmen, und dann im Pazifik am Strand entlang und darf im kniehohen Wasser aussteigen, da Drake keinen Hafen, sondern nur Strand hat.

Der Ort hat zwei Supermärkte, eine Wäscherei, ungefähr zehn Restaurants und noch mehr Unterkünfte, aber ansonsten nicht viel. Keine tausend Einheimischen wohnen an diesem Küstenstreifen. Stattdessen findet sich überall herum Natur und viele Tiere sind direkt vor der Haustür zu entdecken.

Drei Tage / vier Nächte habe ich hier zugebracht. Am ersten Tag habe ich auf eigene Faust den Hike entlang der Küste gemacht, der zu Anfang noch recht entspannt war, später allerdings teilweise durch Bäche und Schlamm und eine Flussmündung führte, die aufgrund von Ebbe zum Glück kniehoch durchwatbar war. Auf dem Weg konnte ich unberührte leere Strände, Affen und Aras entdecken.

Für den Rückweg entschied ich mich, noch ein Stück weiter am Strand zu gehen, um dann die Straße durch Inland zurück zu gehen. Dieser hatte allerdings deutlich mehr Steigerung, war aufgrund der fehlenden Bäume wärmer und führte auch durch zwei Flüsse, die ich mit Auto nicht durchfahren wäre. Dafür hatte man nochmal eine andere Aussicht über Wald und Küste und für ca. drei Kilometer wurde ich netterweise von einem Motorradfahrer mitgenommen, sodass ich an diesem Tag nur 17 Kilometer gelaufen bin.

Am nächsten Tag ging es in den Corcovado Nationalpark. Um sechs Uhr ging das Boot, das uns in einer anderthalbstündigen Fahrt entlang der Küste zur Mitte des Parks brachte. Massen an Menschen kamen gleichzeitig an, die sich allerdings schnell in Kleingruppen zerstreute. Unsere 8-Personen-Gruppe schlug sich durch Dickicht entlang des Strandes, wo wir Spuren eines Tapirs entdeckten, den wir aber leider nicht finden konnten.

Dafür entdeckten wir ein einzelnes Pekari, einen Nasenbären sowie Geier und Falken und an der Flussmündung konnten wir sogar einen Blick auf einen Babyhai erhaschen.

Auf dem weiteren Weg entdeckten wir einige weitere Vögel und Affen, die teilweise in kurzer Entfernung miteinander spielten. Die Tour war sehr gut und im Corcovado sollte man auf jeden Fall gewesen sein, wenn man Costa Rica besucht.

Nun halbe ich endlich alle vier Affenarten gesehen, die es in Costa Rica gibt. Kapuziner-, Klammer-, Brüll- und Totenkopfaffen.

Auf der Rückfahrt hat es durchgehend geregnet, sodass wir alle komplett durchnässt waren. Ich musste die Geldscheine erstmal zum Trocknen auslegen. 😅 Die Geldscheine haben übrigens schöne Tiermotive.

Der gestrige Tag diente dann dem Wäschewaschen und der Entspannung, da das Wetter auch nicht sonderlich gut war. Und heute geht es wieder nach San José. Heute hat der Bus auch nur eine halbe Stunde Verspätung.

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