Vulkan Poás

In der Nähe San Josés befindet sich der Vulkan Poás. Einmal am Tag fährt ein Bus hoch zum Vulkan, in der Woche 9 Uhr, am Wochenende 9:30 Uhr, was ca. eine Stundedauert. Gegen 12:30 Uhr fährt dieser wieder nach unten. Eine Eintrittskarte mit passenden Zeitfenster muss man vorher online buchen.

Und nun meine Story:

Als ich aus dem Bus stieg, umwehte mich ein einsiger Wind und es regnete in Strömen. Schnell zog ich meine Jacke über und spannte den Schirm auf. Dennoch war es kalt, gefühlte 5 Grad kalt. Meine Füße schienen zu gefrieren. Vielleicht hätte diesmal feste Schuhe und nicht nur Sandalen anziehen sollen. Zumindest für eine lange Hose hatte ich mich entschieden (mehr weil alles andere in der Wäsche war als wegen des Wetters 😉). Zum Glück!

An der Einfahrt zum Gelände wurden die Eintrittskarten kontrolliert, bevor wir uns auf den Weg zum Informationscenter machten. Dort erhielt ich einen grünen Helm und musste dann 15 Minuten warten, bevor ich ein zweiminütiges Sicherheitsvideo sehen durfte, erst in Spanisch mit französischem Untertitel, dann in Englisch mit deutschen Untertiteln.

Uns wurde wurde erklärt, dass der Vulkan aktiv sei und es ab und zu kleinere Ausbrüche gibt sowie zwei Größere in den letzten drei Jahren. Dabei werden Gesteinsbrocken durch die Luft geschleudert und es sei durchaus möglich, dass faustgroße Brocken auch die Besichtigungsplattform erreichen. Deshalb befänden sich Unterstände an der Plattform und der Helm sei die ganze Zeit zu tragen. Lava gibt es dort nicht, da sich im Krater ein See befindet. Außerdem sei auf die Ampel zu achten, die das Niveau der Gase anzeigt.

Als wir das Informationscenter verließen, um den zehnminütigen „Aufstieg“ (relativ geringe Steigung) zur Plattform zu beginnen, hatte es netterweise aufgehört zu regnen und war dadurch etwas angenehmer.

Als wir oben ankamen, war von der Ampel nicht viel wahrzunehmen. Ab zu zu blinkte sie mal blau auf. Alles also in Ordnung. Allerdings war auch sonst nichts wahrzunehmen. Der gesamte Krater hing in einer Nebelschicht. Uns wurde mitgeteilt, dass es leider schon den ganzen Morgen so sei.

Dennoch lief ich die die ganze Plattform ab, um von irgendwo etwas zu entdecken. Und nach zehn Minuten (jede Gruppe hat nur ein 20-Minuten-Fenster) waren plötzlich Umrisse des Sees zu erkennen.

Ich dachte, dass ich mich damit wohl zufrieden geben müsse und glücklich sein könne, überhaupt etwas gesehen zu haben, aber ca. eine Minute später wurde die Sicht nochmal ein wenig besser.

Und in der nächsten Minute klarte es tatsächlich komplett auf und der Nebel zog in das benachbarte Tal ab. Die Menschen kamen in Bewegung und machten von überall Fotos, nicht wissend, wie lang die Situation anhalten würde, bis wir von den Ordnern aufgefordert wurden, dass die Grünhelme die Plattform verlassen müssten.

Auf dem Weg nach unten, kam uns die nächste Gruppe (alles gelbe Helme) entgegen, die wir darauf hinwiesen, dass sie sich für eine gute Sicht beeilen sollten.

Nach einem Latte Macchiato zum Aufwärmen ging es zurück zum Bus, der auf halbe Strecke nochmal anhielt, damit wir selbstgemachten Kaffee- und Vanillelikör probieren und leckere Erdbeeren kaufen konnten.

Das war meine Tour zum Vulkan Poás.

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