Unwegsame Straßen

Santa Teresa ist ein kleines Örtchen an der Pazifikküste, im Prinzip nur aus einer Straße bestehend, die breit genug für zwei entgegenkommenden Fahrzeuge ist, aber mit parkenden Autos, Fußgängern, Fahrrädern ein Kampf für alle Beteiligten.

Auf einer Strecke von ca. 2 km Länge entlang der Straße erstrecken sich Hotels, Restaurants und kleinere Geschäfte. Normale Häuser sieht man kaum, ein reiner Tourismusort. Dahinter geht die Straße weiter in den kleinen Ort Mal País.

Die Küste erstreckt sich auf der gesamten Strecke, teils Strand, teils steinig, sodass man einen Rundwanderweg von ca 12 Kilometern (Straße + Strand) machen kann. Das Meer ist allerdings sehr rau mit hohen Wellen, sodass schwimmen hier schwierig ist.

Am dritten Tag in Santa Teresa haben Dana, mit der ich seit einer Woche gemeinsam unterwegs bin, und ich uns ein Auto gemietet, um die Gegend besser erkunden zu können. So viel war Ort nämlich nicht los und die meisten Stellen sind ohne Fahrzeug schlecht zu erreichen.

Dabei haben wir interessante Wege ausprobiert. Die erste Hürde ist bereits die Zufahrtsstraße von Santa Teresa, die so viele Schlaglöcher besitzt, dass man sehr langsam und Slalom fahren muss, um mit einem gewöhnlichen PKW hier entlang zu kommen. Die meisten hier fahren Jeep, Quad oder Motorrad.

Dennoch haben wir uns auch in die bergischen Gebiete mit kleineren Straßen vorgewagt, die teilweise gefühlt mitten durch den Regenwald führten, was mit Flussdurchquerungen, Schlammschlachten und Rutschpartien eine interessante Erfahrung war. Auch mussten ich teilweise Anlauf nehmen, um Steigungen zu überwinden und dabei trotzdem noch den Schlaglöchern ausweichen.

Dana durfte bei schwierigen Gebieten den Weg auskundschaften, Steigungen abschätzen, Wassertiefenmesungen, etc. Insgesamt vier Mal mussten wir umdrehen, weil der Weg für uns einfach nicht machbar war. Eine bei Google als gelb markierte „Hauptstraße“ heißt übrigens nicht, dass dort nicht auch tiefe Flussdurchquerungen nötig sind, die einen nach oben gerichteten Auspuff erfordern.

Insgesamt hat das Auto aber mehr mitgemacht, als ich ihm zugetraut hätte. Und so konnten wir auch das entlegene Naturreservat Cabo Blanco besuchen, in dem wir eine fünf Kilometer Wanderung (einfache Strecke) durch den Wald zum Strand gemacht und dabei diverse Tiere entdeckt haben. Affen, Leguane, Krabben, Krebse, Kröten, irgendeine Rehart und diverse Vögel.

Auch den Strandort Montezuma haben wir besucht, bei dem sich vor allem die Wanderung zum nahe gelegenen Wasserfall lohnt.

Die Straßen im Norden der Halbinsel sind deutlich besser, sodass die Überfahrt nach Liberia, wo wir jetzt verweilen, recht entspannt war und schnell ging. Ich musste mir vorgestern allerdings erstmal ein neues Telefon besorgen, da mein Altes leider den Geist aufgegeben hat.

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