Pläne und wie sie sich ändern – ein Resümee nach drei Monaten

Wer kennt es nicht? Man hat einen Plan gefasst und dann kommt es doch ganz anders. Beispielsweise braucht man einfach länger. Denken wir hier einmal an den Berliner Flughafen. 😉

Aber was hat das mit meiner Reise zu tun?

Nun, ich brauche auch etwas länger. In allen drei Ländern, die ich bisher besucht habe, habe ich mich ungefähr doppelt so lange aufgehalten wie es mein Plan vorgesehen hat. Belize konnte ich nicht bereisen, da es aufgrund der Pandemie komplett abgeriegelt war (ist inzwischen übrigens wieder offen). Und nun bin ich nach Costa Rica geflogen anstatt nach Honduras weiterzureisen, wie es der Plan vorgesehen hätte.

Was ich damit sagen will, Pläne ändern sich und passen sich den Begebenheiten an. Nach mehreren Wochen unterwegs sein, braucht man auch einfach mal eine Woche Ruhe ohne viel zu unternehmen. Die Ruhephasen waren einfach nicht eingeplant. Und teilweise geht aufgrund von Änderungen auch mehr Zeit für Planung drauf oder man entdeckt weitere Dinge, die man auch sehen will. Und vielleicht gehen auch ein paar Tage verloren, weil man am Tag zuvor zu viel getrunken hat. 🤷

Das ist aber alles nicht schlimm. Ich habe von Anfang an gewusst, dass man Plan zu voll ist und ich wahrscheinlich nicht alles schaffen kann. Habe ich, glaube ich, auch in einem anderen Beitrag schon einmal geschrieben.

Auch gehe ich inzwischen davon aus, dass Australien und Neuseeland ihre Grenzen in diesem Jahr noch nicht wieder öffnen werden, was mir erheblich mehr Zeit für die anderen Länder gibt. Und auch ein höheres Budget, denn dies wären tendenziell auch die teuersten Länder der Route gewesen. Im Allgemeinen kann ich aber sagen, das ich budgettechnisch ziemlich gut mit meiner ja nur grob vorgenommenen Kalkulation liege.

Warum bin ich jetzt in Costa Rica?

Nun, das hat verschiedene Gründe. Angefangen hat die Überlegung der Routenänderung mit der längeren Reisezeit in Guatemala und El Salvador. Nicht, weil ich mir gesagt habe, ich muss jetzt irgendwelche Länder auslassen, um wieder im Zeitplan zu sein. – Denn nach meinem Plan wäre jetzt tatsächlich Costa Rica dran. Nur dass ich schon durch Honduras und Nicaragua durch wäre. – Sondern, weil mein Visum nicht ausgereicht hätte und verlängert werden müsste.

Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo man als Deutscher einfach 90 Tage bekommt, gelten diese 90 Tage in Zentralamerika für Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua. Daher habe ich auch keinen Stempel von El Salvador bekommen mit der Aussage, das Visum sei auf dem Guatemala-Stempel. Und ohne Einreisestempel auch keinen Ausreisestempel! Die zeitliche Lücke zwischen Ausreise Guatemala und Einreise Costa Rica sieht jetzt etwas merkwürdig im Pass aus, aber scheint so gewollt zu sein.

Das ist natürlich noch kein Grund, die Route zu ändern. Ich hätte auch mein Visum für ca. 30 Euro verlängern lassen können. Dies habe ich letzte Woche auch versucht, aber auf dem Amt wurde mir gesagt, ich müsse in der letzten Woche vor Ablauf wiederkommen und es dauere fünf Tage. Das heißt, ich hätte mich in der nächsten Woche für fünf Tage in einer der Hauptstädte aufhalten müssen, was jetzt nicht optimal zu meiner Planung gepasst hätte.

Der nächste Punkt ist, dass mir Einheimische gesagt haben, dass Costa Rica jetzt besser zu bereisen sei, als in zwei Monaten, während es in Honduras keinen großen Unterschied mache, in welchem Zeitraum der Regenzeit ich dort unterwegs bin. Keine Ahnung, ob das wirklich so ist. Es regnet auf jeden Fall schon ziemlich regelmäßig, aber man kann trotzdem noch gut hier reisen und es ist tendenziell weniger los.

Der letzte Punkt ist, dass ich Leute kenne, die gerade in Costa Rica unterwegs sind, sowohl aus Deutschland als auch Personen, die ich auf der Reise getroffen habe, sodass dies den Ausschlag gab, das Land vorzuziehen, da der Flug auch nicht deutlich teurer war als Bus nach Honduras + Visumsverlängerung. Dann geht es von Costa Rica eben wieder nach Norden.

Die Einreise nach Costa Rica war allerdings nicht wirklich einfach. Aufgrund der doch recht kurzfristigen Entscheidung, war die Organisation etwas chaotisch, denn für die Einreise wird auch ein Ausreiseticket und eine spezielle Covid-Versicherung benötigt, die im Falle einer Erkrankung auch das Quarantäne-Hotel bezahlt.

Ich habe also den Flug gebucht und ein Busticket nach Nicaragua, wobei ich mal großzügig mit der Reisezeit war, da ich in den anderen Ländern ja auch mehr Zeit benötigt habe und ich hier nicht einfach spontan ein paar Tage länger bleiben kann.

Dann habe ich mir die Versicherungen angeschaut, die nicht gerade günstig sind. Für Alternativen aus der USA, die etwas günstiger wären, war es allerdings zu spät, da ich diese erst zum 01.07. buchen konnte, aber den Flug für den 30.06. gebucht hatte.

Also habe ich notgedrungen eine Versicherung aus Costa Rica abgeschlossen. Und ich muss sagen, dass 250 Dollar für eine Versicherung, die im Zweifelsfall bis zu 2000 Dollar Unterkunft bezahlt, völlig übertrieben ist. Als ob die Wahrscheinlichkeit einer Quarantäne bei mehr als 10 Prozent liegt. Dann ja wohl eher bei 1/10 Prozent. Ich hätte lieber für den Fall der Fälle einfach 2000 Dollar irgendwo hinterlegt. Aber wenn man das Land bereisen will…

Der Abschluss der Versicherung war allerdings ein Kampf. Erst hat meine Kreditkarte die Zahlung abgelehnt. Mit der anderen Bank hat es dann aber funktioniert. Dann habe ich keine Police per E-Mail erhalten. Ich also den Support angechattet, der mir erklärte, dass das schon mal ne Stunde dauern könnte. Nach knapp zwei Stunden hatte ich dann auch Unterlagen. Die Versicherungsnummer wurde vom Einreiseformular allerdings nicht akzeptiert. Ich also nochmal den Support angeschrieben. Antwort: Es könne bis Mitternacht dauern, bis die Server aktualisiert seien.

Ich habe dann um fünf morgens mal mein Einreiseformular fertig gemacht und mein QR Code generiert, also vollkommen rechtzeitig für meine Gepäckaufgabe am Flughafen 2 Stunden später.

Und nun bin ich demnach bis Mitte August in Costa Rica.

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