El Tunco

Warum habe ich eigentlich kein Video davon, wie ich durch den ganzen Club tanze? Ich glaube, mehr als 20 Personen in diesem kleinen Surfer-Ort haben seit Samstag eines. Also von mir. Es war eine große Party und ich war mittendrin. Bis um zwei Uhr alles dicht gemacht wurde.

Auf dem Rückweg gab es zum Glück noch etwas zum essen, bevor ich zum Hostel zurückkehren wollte. Allerdings traf ich auf dem Weg eine Gruppe von Personen, die auf dem Weg zum Strand waren, um schwimmen zu gehen. Keine Ahnung, warum ich das um drei Uhr nachts für eine gute Idee hielt.

Die See ist hier recht rau und wird in den meisten Fällen eher zum Surfen verwendet. Auch gibt es hier ziemlich viele Steine, sowohl am Strand als auch im Wasser. Und die stärkeren Wellen können dir schon mal einen faustgroßen Stein gegen den Fuß hauen. Außer ein paar Schürfwunden ist aber nichts passiert.

Die nächste Überraschung erwartete mich dann, als ich zurück in den Schlafsaal kam. Nicht nur, dass Betten, die am Nachmittag noch belegt waren, ohne Bettzeug da standen. Jemand anderes schlief in meinem Bett! Da mir das etwas Spanisch vorkam, habe ich mich kurzerhand entschieden, eine der Hängematten draußen zu nutzen.

Am nächsten Morgen erfuhr ich dann, warum das Zimmer so leer war. Einer meiner betrunkenen Mitbewohner hat wohl den Weg zur Toilette nicht mehr gefunden und stattdessen begonnen, auf eines der Betten und nach dem Aufschrei des dort Liegenden im gesamten Zimmer zu pissen. Zum Glück wurden meine Sachen nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Aufgrund der kurzen und nicht ganz so bequemer Nacht – Ich ziehe ein Bett in einem klimatisierten Raum doch einer Hängematte bei 27 Grad in der Nacht vor. – war der Sonntag dann eher entspannt. Mit einem Spaziergang durch den kleinen Ort, etwas Sitzen am Strand und gutem Seafood.

Heute habe ich dann das erste Mal in meinem Leben auf einem Surfbrett gestanden. Und habe mich nach einigen Versuchen tatsächlich für ein paar Sekunden aufrecht auf dem Brett gehalten. Das Surfen an sich ist mit etwas Übung tendenziell machbar, denke ich, aber mit dem Surfbrett wieder ins tiefere Wasser zu gelangen, ist mega anstrengend. Es ist schon schwierig, den Wellen hier standzuhalten, wenn man einfach nur schwimmen geht, aber mit dem Brett haut es einen einfach um. Und die Paddelbewegungen, auf dem Brett liegend, sind ungewohnt und demnach auch nicht so einfach. Am Tag zuvor hatte das bei den anderen alles noch so einfach ausgesehen.

Nach einer halben Stunde war ich dementsprechend fertig und ich denke, diese Erfahrung reicht mir erstmal. Vielleicht versuche ich es irgendwann an einem anderen Ort nochmal.

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