Xela

Die letzten drei Tage habe ich in Xela verbracht bzw. Quetzaltenango, wie die Stadt seit der spanischen Eroberung offiziell heißt. An allen Bussen etc. steht aber Xela (ausgesprochen Tschela). Xela ist mit knapp 200.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Guatemalas. Viel zu sehen gibt es in der Stadt selbst allerdings nicht, die sie 1902 beim Ausbruch des Vulkans Santa Maria fast vollständig zerstört wurde und die Gebäude eher prakmatisch sind. Nur im Kern sind ein paar historische Gebäude erhalten.

Angereist bin ich mit dem öffentlichen Nahverkehr, was eine Erfahrung war. Die Fahrt mit dem Bus dauerte rund 2,5 Stunden aufgrund der vielen Serpentinen und kostete 4 Euro. Immer wieder gab es mehr oder weniger starke Bremsmanöver, um Leute aus- oder einsteigen zu lassen. Zwischendurch war der Bus so voll, dass sich in die Bänke teilweise drei Leute quetschten. Ich saß, die Knie an der Vorderbank, den Tagesrucksack unter den Beinen, den großen Rucksack auf dem Schoß, für rund eine Stunde ziemlich eingefercht, kaum fähig, mich zu bewegen. Ansonsten war es eine ganz normale Busfahrt.

Ich hätte mein Gepäck auch aufs Dach packen lassen können, aber ich habe es doch lieber im Blick. Außerdem fand ich es ziemlich waghalsig, wie der Ticketverkäufer teilweise in voller Fahrt die hintere Tür geöffnet hat und die Leiter zum Dach hochgestiegen ist.

Nach meinem Check-in im Hotel habe ich mich auf den Weg zum El Baúl gemacht, einer Anhöhe in der Nähe der Stadt mit gutem Ausblick.

Am nächsten Tag habe ich den Vulkan Santa Maria bestiegen. Ich bin etwas spät aufgebrochen, daher hatte es sich leider etwas zugezogen, aber die Wanderung selbst war eine Herausforderung. 1300 Höhenmeter gab es zu überwinden, die teilweise ziemlich steil wurden. Auf dem Weg nach unten kam ich immer wieder ins Rutschen, habe mich zweimal hingelegt und bin einmal umgeknickt, wobei aber nichts weiter passiert ist.

Ausklingen lassen habe ich den Tag in den heißen Quellen „Fuentes georginas“, wovon es allerdings keine Bilder gibt, da mein Akku den Geist aufgegeben hat. Netterweise hat mich eine Familie die 10 km zurück in die Stadt mitgenommen, bis an einen Ort, den ich wiedererkannt und von wo aus ich mein Hotel wiedergefunden habe.

Den dritten Tag in Xela nutzte ich zum Besuch des Marktes in Chichi (lang Chichicastenango), der jeden Donnerstag und Sonntag stattfindet und je nach Quelle der Größte in Guatemala sein soll. Er war auf jeden Fall ziemlich groß. In der gesamten Innenstadt reihten sich farbenfrohe Stände mit Kleidung, Stoffen, Teppichen, Lebensmittel, Haushaltsgegenständen und vielem mehr. Der Markt war nett, aber ich weiß nicht, ob es sich wirklich gelohnt hat, da die Anreise in den kleinen Ort gar nicht so einfach ist. Ich musste mehrere Busse nutzen, um dort hinzugelangen.

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