10 Tage Lago de Atitlán

Der rund 130 km² große Lago de Atitlán ist ein Gebiet zum Entspannen und Wandern. Der See ist vor Zehntausenden von Jahren durch den Ausbruch eines Supervulkans entstanden und demnach umgeben von einer Reihe von Bergen, die auf guten oder zum Teil kaum vorhandenen Wanderwegen erklommen werden können. Auch um den See herum lässt es sich gut wandern auf meist nicht so steilen Wegen.

Die ersten beiden Tage verbrachte ich in dem kleinen Örtchen Santa Cruz, was recht nett war, aber der Tourismus ist dort bisher nur bedingt angekommen. Ein paar Hotels am See, aber ansonsten kaum Restaurants oder Geschäfte. Wenn man den rund 150 Meter hohen Aufstieg ins eigentliche Dorf wagt, ist man fast nur noch unter Einheimischen. Hauptanlaufstelle ist der Platz vor der Kirche, wo die Jugend fast den ganzen Tag Fußball spielt.

Ich habe zwei Wandertouren auf den Berg gemacht. Die Erste allein, wobei die Wege ständig endeten und ich wieder umkehren musste, aber es war trotzdem ein Erlebnis, die Zweite in einer kleinen Gruppe zu einem schönen Aussichtspunkt über dem Dorf.

Die nächsten Tage verbrachte ich in San Marcos, dem „Hippie“-Ort am See. Überall werden verschiedene Arten von Yoga, Meditationen, Musiktherapie, Health Food und vieles mehr angeboten. Zwischen den Orten verkehren Boote, die man für umgerechnet 1 bis 3 Euro, je nach Strecke und Verhandlungsgeschick, nutzen kann.

Ich hatte Glück, dass ich am Wochenende dort war und gerade Jahrmarkt war. Dadurch gab es überall Street Food, Live-Musik und auch traditionelle Tänze in extravaganten Gewändern.

Ich bin dann auch noch einen Tag länger geblieben, um an einer groß angekündigten Boot-Party teilzunehmen. Die Corona-Maßnahmen werden hier eher nach Lust und Laune befolgt. In den nicht so touristischen Orten wurde ich ab und zu aber durchaus zum Tragen einer Maske auch an der frischen Luft aufgefordert.

Die Party war lustig, bis die Polizei diese gegen 19 Uhr stoppte, da der Ausschank von Alkohol nach 18 Uhr aktuell verboten ist. Der DJ war der erste, der das Boot mit seinem Equipment verlassen hatte, noch bevor die Polizei Personalien aufgenommen hat. Wie die meisten hatte ich natürlich keinen Ausweis dabei, aber sie haben mich trotzdem problemlos gehen lassen. Ich glaube, nur die Einheimischen, die genug Geld hatten für diese Party, haben sie einkassiert. Die Touristen durften gehen, zwei Stunden auf ein anderes Schiff warten und den Rücktransfer über den See bezahlen. Man ist schließlich auf den Tourismus angewiesen und dieser ist im Moment in Guatemala nicht besonders stark.

Die letzten Tage habe ich dann in San Pedro verbracht. Der Aufstieg auf den gleichnamigen Vulkan von 1800 auf 3000 Meter war ziemlich anstrengend, aber ich habe die Strecke in 2:43 h bewältigt. Die Guides sagen, man braucht so 3- 3,5 Stunden. Dass es sich um einen Vulkan handelt, ließ sich nur erahnen, da auch der Krater komplett komplett mit Pflanzen überwuchert ist. Der Abstieg war dann deutlich schneller. Trotz schmerzender Beine habe ich dann gestern eine weitere, rund 25 km lange Wanderung unternommen. Heute steht Kayaking auf dem See auf dem Programm. 😉

Ich habe eine sehr schöne und günstige Unterkunft hier in San Pedro (5,50 Euro pro Nacht mit reichhaltigen guten Frühstück) und die Spanischkurse sind hier deutlich günstiger als in Antigua. Daher habe ich mich entschieden, noch etwas länger zu bleiben und ein paar Spanischstunden zu nehmen, die morgen anfangen (erstmal eine Woche). Mal sehen, wie lange es mich hier hält und wann ich weiterziehe.

Ein Kommentar zu „10 Tage Lago de Atitlán

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  1. Hola Gabriel,

    es bueno escuchar que estás encontrando tiempo para una clase de español. Próximo BLOG, por favor, en español !!!!! 🙂

    Juanett

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