Lanquin & Semuc Champey

Lanquin ist ein 2.000 Seelen Dorf mitten im Nirgendwo, in einem Tal, umgeben von hohen Bergen. Ich habe dort vier Nächte / drei Tage zugebracht, um mich von der Anstrengung der Wanderung zu erholen.

Aufgrund seiner Abgelegenheit und der schlechten Straßenverhältnisse hat die Fahrt im Shuttle 10 Stunden gedauert, aber schließlich bin ich angekommen und konnte ein kühles Bier am Fluss genießen, da mein Hostel genau an diesem lag.

Leider gab es gegen Abend so viele Mosquitos, dass man sich lieber ins Zimmer zurückgezogen hat, welches allerdings wiederum so warm war, dass man kaum schlafen konnte. Ansonsten war es dort aber schön.

Am ersten Tag habe ich nur das Dorf etwas erkundet, in der Hängematte gelegen und bin im Fluss geschwommen, was aber aufgrund der Strömung kaum möglich war, sodass man sich nur in der kleinen angelegten Bucht gut aufhalten konnte. Dies war auch die einzige Stelle, die frei von den Massen an rauen Steinen war die den ganzen Flussboden bedecken.

Am zweiten Tag habe ich dann einen Ausflug nach Semuc Champey gemacht, einem Flussbereich, in dem sich das türkisblaue Wasser in Becken sammelt, bevor es über Felsen in das nächste Becken fällt. Diese laden zum Verweilen und Baden ein. Mit einer 40-minütigen Wanderung erreicht man einen Aussichtspunkt, von dem man all diese Becken überblicken kann (siehe Titelbild). Die Aussicht ist wirklich atemberaubend. Dies ist auch der Grund, warum der ansonsten komplett abgelegene Ort sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen so beliebt ist.

Die Fahrt dorthin dauert ungefähr 40 Minuten und man bucht am Besten einfach eine Kompletttour im Hostel.

Unterhalb der Becken gibt es dann einen kleinen Wasserfall, wo man auch auf den Felsen klettern kann, um von dort den 8-Meter-Sprung ins Wasser zu wagen. Man sollte allerdings auch ein gewisses Stück nach vorn springen, um nicht auf dem Felsen zu landen. Danach haben wir uns noch mit Reifen über den Fluss treiben lassen.

Das Highlight der Tour war für mich aber die Höhle dort, die zu großen Teilen unter Wasser steht, durch welches man durch waten und teilweise auch schwimmen muss, mit Stellen zum Klettern, rutschen, ins Wasser springen und das alles nur mit einer Kerze als Lichtquelle bewaffnet, die man versucht, nicht ausgehen zu lassen. Es war wirklich cool.

Meines Erachtens nach sollte man diesen Ort bei einer Guatemala-Reise nicht verpassen.

Am dritten Tag habe ich mich dann nochmal komplett entspannt, bevor ich heute in einer weiteren 10-Stunden-Fahrt zum See Atitlan im Südwesten des Landes fortgesetzt habe. Dort habe ich den ersten temperaturtechnisch angenehmen, fast schon kühlen Abend bei 20 Grad erlebt. Da der See bei der Ankunft schon ziemlich im Dunkeln lag, werde ich diesen dann wohl morgen besichtigen.

4 Kommentare zu „Lanquin & Semuc Champey

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  1. Hallo Gabriel,
    ich will auch dort hin!
    Hier ist es kalt und regnerisch und ich freue mich sehr für dich, dass du an so schönen Orten sein darfst.
    Ist ja alles durch Corona viel schwieriger geworden, aber dort scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.
    Dir weiterhin viel Freude auf deiner aufregenden Reise.
    Bleib gesund und ich freue mich auf die nächsten Berichte und Bilder.

    Lieben Gruß aus Hamburg
    Andrea

  2. Gabriel, es sieht danach aus, dass der Tripp richtig Spaß machen würde, aber auch natürlich anstrengend ist. Komm‘ nicht unter die Räder! Viel Spaß weiterhin und bleib gesund!!! LG, Dirk

  3. Ich kann auch kommentieren, SUPER !
    Toll Gabriel, weiter so.
    Genieße die Reise – wir haben immer noch nicht gewonnen 🙂
    Juanett

  4. Super Reise Blog, flott geschrieben, interessante Bilder,
    ich fühle mich beim Lesen mittendrin und bin total neidisch,
    weiter so und viel Glück, LG Frank

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