Busfahrt nach Palenque

Die Busfahrt war interessant, aber letztendlich haben drei von uns unser Ziel erreicht.

Die Reise startete am Abend damit, dass ich mich zum Busbahnhof begeben habe. Ich konnte netterweise nach dem Auschecken noch im Hostel verweilen und meine Sachen dort lagern.

Ich traf eine halbe Stunde vor geplanter Abfahrt am Busbahnhof ein, setzte mich und wartete auf den Bus. Da es sich um einen kleinen Bahnhof handelte, gab es keine Anzeige und ich musste auf die Durchsagen achten. Es dauerte nicht lange, bis der Bus eintraf.

Der Busfahrer hatte Probleme, mein Ticket zu scannen und beäugte es ein wenig merkwürdig, worüber mich etwas wunderte, ließ mich dann aber einsteigen. Mein großer Rucksack wurde in den Frachtraum verpackt, allerdings ohne einen Aufkleber oder eine Nummer, die mir das Gepäck zugeordnet hätte, so wie es auf meinen vorherigen Fahrten der Fall war. Man hat ja schon öfter davon gehört, dass Gepäck unterwegs verloren gegangen ist.

Der Bus war nicht so komfortabel wie die anderen beiden Langstreckenbusse, die ich bisher verwendet hatte, aber immer noch in Ordnung. Nur das Fehlen einer Toilette machte mir Sorgen, da schon die Toiletten an der Busstation gesperrt waren und ich 12 Stunden unterwegs sein sollte.

Schließlich setzte sich der Bus ohne Vorwarnung in Bewegung, 15 Minuten vor der Zeit. Wieder fragte ich mich, ob ich im richtigen Bus sei. Würde ich sicher ankommen? Aber es war auch kein anderer Bus zu sehen, der in Frage gekommen wäre und so versuchte ich etwas zu schlafen.

Das klappte auch erstmal, bis es sehr bald sehr kalt wurde. Die Klimaanlage arbeitete ausgezeichnet und kühlte den Bus auf schätzungsweise 15 Grad herunter, was bei mir, der ich im T-Shirt dort saß, eine Gänsehaut hervorbrachte. Glücklicherweise hatte ich mein Strandtuch im Tagesrucksack, das mir zumindest ein wenig Wärme geben konnte. Und so schlief ich die nächsten Stunden.

Gegen vier Uhr machten wir eine längere Pause, wenn ich es richtig verstanden hatte. Dennoch beeilte ich mich mit dem Toilettengang in einem ziemlich heruntergekommenen Geschäft, für den ich auch noch bezahlen musste. Der Bus hielt tatsächlich für eine halbe Stunde und ich konnte problemlos meinen Platz wieder einnehmen. Weiter ging die kühle Fahrt und ich schlief nochmal ein.

Ungefähr dreißig Kilometer vor Palenque wurde der Bus von den Behörden angehalten. Jeder musste seinen Pass vorzeigen und die ca. 25 Mexikaner an Board mussten alle aussteigen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es um die Suche nach Illegalen. Ich war froh, im Bus bleiben zu können, die anderen taten mir aber auch etwas leid.

Ich hatte erwartet, dass wir wegen dieser Kontrolle jetzt eine gewisse Zeit warten müssen, aber der Bus setzte seine Fahrt unvermittelt fort, ließ die anderen zurück und hatte plötzlich nur noch drei Fahrgäste, einen Israeli, einen US-Bürger und einen Deutschen.

Was mit den Mexikanern passiert ist, wie und wann und ob diese ihr Ziel erreicht haben, weiß ich nicht. Ich erreichte mein Ziel mit den anderen beiden letztendlich pünktlich und entspanne inzwischen am Pool im Hostel.

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