Mexiko-Stadt

Drei Tage Mexiko-Stadt liegen hinter mir, drei recht unterschiedliche Tage. Doch eines haben die drei Tage gemeinsam. Maske, Desinfektionsmittel und Fieber messen.

Maskenpflicht gilt in der gesamten Stadt. Abgelegt werden darf diese beim Essen und Trinken und wenn man mit entsprechenden Abstand auf einer Bank / im Park sitzt. Sobald man sich bewegt, muss die Maske wieder aufgesetzt werden. Hin und wieder sieht man in Parks Personen ohne Maske (vor allem Jogger), aber im Großen und Ganzen wird Maske getragen.

Es ist recht anstrengend, die ganze Zeit die Maske zu tragen, aber man gewöhnt sich daran. Und wenn man diese mal kurz runterzieht ( z. B. um ein Foto draußen zu machen), stört das auch niemanden, sofern man das nicht direkt in der Masse macht.

Im Hostel kann ich die Maske zum Glück ablegen, was infektionstechnisch tendenziell fragwürdig ist bei Mehrbettzimmern, aber auf so einer Reise kann man sich halt auch nicht immer schützen.

Bei jedem Betreten eines Restaurants, eines Museums oder einer Sehenswürdigkeit etc. wird Fieber gemessen und wenn die Temperatur zu hoch ist, kommst du nicht rein. Einmal musste ich zweimal messen, weil ich direkt aus der Sonne kam. Eine Minute später war meine Temperatur aber wieder in Ordnung.

Desinfektionsmittel gibt es noch häufiger. Neben den genannten Punkten bspw. auch beim Betreten der Innenstadt oder eines größeren Parks.

So wurde in den letzten drei Tagen mindestens 10 Mal meine Temperatur gemessen und bestimmt doppelt so oft wurde mir Desinfektionsmittel gereicht. Ich hoffe, das Konzept funktioniert.

Am ersten Tag nach meiner Ankunft (Donnerstag) habe ich mir die Innenstadt angeschaut, Kathedrale, den Palacio de Bellas Artes, das Postgebäude, das noch aus der Kolonialzeit stammt und innen alles vergoldet hat, aber immer noch als Post genutzt wird.

Am Freitag habe ich mir die Sonnenpyramide von Teotihuacán und die ganze Tempelstadt angeschaut, welche im 3. Jahrhundert erbaut wurden. Die Sonnenpyramide ist mit 65 Metern Höhe die drittgrößte Pyramide der Welt. Leider darf sie im Moment aufgrund der Pandemie nicht bestiegen werden.

Auf der Tour haben wir auch eine „Fabrik“ für Obsidiane (alles Handarbeit) und Kaktusfarm besucht. Ich habe mich erstmal direkt an einem unbearbeiteten Stück Obsidian geschnitten… Die Kunstwerke waren mir dann aber zu teuer, um sie ein Jahr durch die Welt zu schleppen. 100 Euro für eine faustgroße Maske.

Erstaunlich war, wie viel aus so einem Kaktus hergestellt werden kann. Aus der Mitte lassen sich täglich 4 Liter Flüssigkeit (für ca. 7 Monate) holen, aus denen Schnaps hergestellt werden kann, die Flüssigkeit selbst hat aber auch schon 6% Alkohol und schmeckt recht gut. Die Haut des Kaktus kann als Papier verwendet werden. Sie lässt sich einfach abziehen und man erhält eine halbdurchsichtige Folie (ähnlich einer Klarsichthülle), auf der sich problemlos schreiben lässt. Darunter erhält man eine klebrige Substanz, die für Cremes verwendet wird. Die Stacheln lassen sich als Nadel mit zugehörigen Faden verwenden, da die Fasern so stark sind, dass sie sich nicht ohne Hilfsmittel zerreißen lassen.

Gestern habe ich dann noch ein paar weitere Stadtviertel angeschaut, die ich mit der Metro erreicht habe, die nur 5 Pesos (22 Cent) pro Fahrt kostet und mit der man die meisten Bereiche der riesigen Stadt erreicht. Erstaunlich war, wie viele Grünflächen es gibt und wie groß der Park im Südwesten der Stadt ist. Aber irgendwo müssen die 20 Mio. Einwohner ja auch hin.

Heute Nachmittag fliege ich weiter nach Cancún, wo ich eigentlich meine Reise starten wollte.

Weitere Bilder könnt ihr unter Galerie finden 😉

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